Aeschenuntergang

Was ist geschehen! Wo liegen die Gründe?
 

Man kann feststellen das der Aeschenbestand auf den tiefsten Stand seit 50 Jahren gefallen ist.

 Fischfangstatistik:
  •                          1951 = 428 Stück                                1956 =     15 Stück
  •                          1952 = 134 Stück                                1957 =       8 Stück
  •                          1953 =   33 Stück                                1958 =     41 Stück
  •                          1954 =   30 Stück                                1959 =   553 Stück
  •                          1955 =   25 Stück                                1960 = 2641 Stück
 

Es hat Jahre gebraucht seit dem letzten Tiefstand, bis sich der Bestand einigermassen erholt hatte und wir 1991 ein gutes Aeschenjahr erleben durften. Aber man konnte schon zu dieser Zeit feststellen, das der Nachwuchs rar geworden ist. Wir fingen immer weniger Jungaeschen.


1.   Hochwasser
 

Die Hochwasser vernichteten die Aescheneier und Larven die zwischen den Steinen des Gewässergrundes waren! Dies geschah in den Jahren 1991, 92 und 94!

 

( Durchschnittliche Abflussmenge in den Monaten April – Mai zur Laich- und dem Larvalstadium der Aesche 28,5 m ³/s dies wäre ca. die Optimale Wassermenge.)

 

12. Mai 1991   Hochwasser Abflussmenge 370 m ³/s

23. April 1992 Hochwasser Abflussmenge 145 m ³/s

24. April 1994 Hochwasser Abflussmenge 155 m ³/s

25. Mai   1994 Hochwasser Abflussmenge 450 m ³/s

Abflussmenge gemessen Thur – Jonschwil, Mühlau


2.  Fischfang 

Aber auch wir Fischer sind bei diesem Rückgang mitschuldig, 1991 fingen wir 5814 Aeschen. Aber wir dachten zu dieser Zeit nie daran, dass der Aeschenbestand einen so dramatischen Stand erreichen könnte.

 

Fangedrträge der letzten 23 Jahre

 

1986 = 8762               1991 = 5814                1996 =   156            2001 =   283

1987 = 5053               1992 = 4459                1997 =     68            2002 =   155

1988 = 3391               1993 = 1367                1998 =     19            2003 =   130

1989 = 2317               1994 = 1632                1999 =     19            2004 =   102

1990 = 3594               1995 = 1158                2000 =   125            2005 =     88


                                                2006 = 58                                   
                                                2007 = 71                                                                                                 2008 = 42                                                                                             
3.   Kormoran
 

Sodann begannen zu allem Überfluss die Kormoraneinflüge an der Thur, die Vögel frassen uns den Rest der Aeschen, die für den Fortbestand so wichtig wären.

 

Kormoraneinflüge in den Wintermonaten!

 

1991 – 1992

1992 – 1993

1993 – 1994

1994 – 1995

Ab Winter 1995 – 1996 Kormorane in Fliessgewässern zum Abschuss freigegeben.

 

Von der schleichenden Vergiftung, durch die unzähligen Chemikalien die wir trotz der Kläranlagen in unsere Gewässern gelangen mal abgesehen, sind diese drei aufgelisteten Ursachen die Hauptgründe für dieses Debakel!!

 
Wie geht es weiter? Was kann man tun?